W e n d e K u n s t

Gezeichnete Geschichte
Schauplatz * Bildungsreise * Dialog

Berliner Reichstags Bücher

Ausstellung 30 JAHRE MAUERFALL IN DER KUNST 2019

Kulturzentrum Rathenow

    „Mauern sind für die Künstlerin Marina Prüfer nicht nur physische Grenzen,
    die den persönlichen Bewegungsraum begrenzen, Barrikaden, die überwunden
    werden möchten und sollen. Die physische Mauer an der deutsch-deutschen Grenze
    hat die in der ehemaligen DDR aufgewachsene Künstlerin in den frühen 70er Jahren
    mit einer riskanten Flucht überwunden. Diese sehr persönliche Erfahrung prägte
    ihr Denken, Fühlen, Leben nachhaltig. Die eigene Fluchterfahrung konnte sie
    als Gerichtszeichnerin dem Prozess von Erich Honecker ein Stück weit verarbeiten.

    Aus den Gerichtsverhandlungen sind Porträtzeichnungen mit sehr persönlichen,
    handschriftlichen Notizen und Kommentaren entstanden — wertvolle Zeitdokumente,
    die in dieser Ausstellung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden.
    Vor dem Hintergrund der eigenen Biografie, widmet sich Prüfers künstlerischer Fokus auch jenen Begrenzungen in den eigenen Köpfen, mit denen wir uns oftmals selbst die Sicht versperren. Mauern, Schranken, Grenzen. In mehreren Workshops ist Prüfer im vergangenen Jahr mit Kindern und
    Jugendlichen der Frage nachgegangen, wie diese die „Mauern“ im eigenen Kopf überwinden können.
    Dabei sind so genannte Krafttiere und Motivationsgeister entstanden. Freiheit geht für die
    Künstlerin einher mit einem größtmöglichen Freiraum für Spontaneität – es gibt keine vorgefertigte Konzeptschablone für jene Eingebungen, die die Besucher während der Ausstellungsphase
    spontan kreieren.“
    Bettina Ullmann und Brigitte Douka – Berlin Juli 2019

    30 JAHRE MAUERFALL IN DER KUNST
    Beteiligte Künstler*Innen der Ausstellung

    Anuschka von Malotky
    Anuschka Heydenreich und Susann Helen mit der Gruppe SenART
    Bernhard Lückfeldt  Brigitte K. Schultz
    Blanka Balfer  Brigitte Douka
    Dr. Kay Flavell  Jakobine Engel
    Natascha Cronacher  Rainhard Schubert
    Ronald Prüfer  Sonja Mandragora
    Ulrich Knop  Katharina Malkah Saher

    Mit Kindern und Erziehern des Kindergarten* Hortes Knirpsenstadt Rhinow
    unter der Leitung von Monika Hirschfeld, der Arbeitsgemeinschaft „Wald und Wiese“
    der Lilienthal Grundschule Annette Franz und Anuschka von Malotky, sowie Kindern
    und Jugendlichen des Fachbereiches KUNST der Bruno Bürgel Gesamtschule in Rathenow
    unter der Leitung von Stephanie Lutz

    Musikalisch und darstellerisch wurde* wird das Kunstprojekt von:
    Stephanie Lutz, Christian Koch, Dennis Engel, Peter Woolley, Uwe Langer, Andreas Preuss,
    Teo Vadersen und den Polizeihistorischen Schutzleuten e.V. Berlin begleitet.

     

Ausstellungszeitraum: bis 24. November 2019

Kulturzentrum Rathenow
Märkischer Platz 3  14712 Rathenow

Flyer_Ausstellung_30_Jahre_Mauerfall_In_Der_Kunst

Presse: Schüler reißen die Mauer noch einmal ein


Mauerfall – was nun?

    Die Friedliche Revolution liegt hinter uns. Nach Links und Rechts kann jeder, die Mitte will gestärkt werden.
    Der Fall der Mauer wirkt weltweit...()...  Die Zeichen der Wandlung sind sichtbar.

    Ich nutzte die Chance und habe zum Themenkomplex „Juristische und politische Betrachtung der deutsch/
    deutschen Geschichte“ als Prozessbeobachterin und Gerichtszeichnerin künstlerisch-dokumentarische
    Aufzeichnungen in den Prozessen der DDR Politprominenz (Honecker, Mielke, Strelitz, Kessler u. a.) im Saal 700
    bzw. 500 des Berliner Kriminalgerichts Moabit 1992 -1994 angefertigt.
     
    Entstanden sind Neun Werkbücher.

    Die Graphiken sind alle vor Ort gezeichnet, mit Textfragmenten aus den Prozessen ergänzt und teilweise koloriert.
    Zusätzlich befinden sich im Archiv weitere Werkbücher, Graphiken, Karikaturen, Malereien, satirische Kleinplastiken,
    Objekte, Fotos, Video- und Tonaufnahmen und eigene Texte, um die Rahmenbedingungen zur Entstehung
    der Werkbücher zu veranschaulichen.

    Seit Jahren leite ich als multimedial arbeitende Künstlerin und Systemischer Coach (BIF) Kunstprojekte/ mobile
    Werkstätten zum Thema „Kunst statt Gewalt“ an Berliner Grund- und Oberschulen, Jugendeinrichtungen und im
    Umland von Berlin-Brandenburg. Dazu kamen Trainingseinheiten  mit Erwachsenen und Multiplikatoren.

    Hier arbeite ich mit unterschiedlichen Methoden  und Techniken. Manchmal sind es inszenierte Präsentationen mit
    Kollegen (Schauspielern, Musikern, Malern und anderen Handwerken), dann wieder kleinere Workshops mit
    Schülern und Erwachsenen.
    Ständig erweitere und aktualisiere ich durch Fort- und Weiterbildung das Angebot meiner prozessorientierten
    Arbeit und stelle die erlangten Erfahrungen zur Verfügung.

    In der Arbeit geht es mir  in erster Linie um die Möglichkeit, Selbst- und Fremdwahrnehmung, das aufeinander
    Zugehen als Gemeinschaft step by step mit künstlerischen Methoden zu üben, biographische Wurzel zu
    stärken und viele Roten Fäden zur multikulturellen Kunstform zu verknüpfen.

Aus dieser Arbeit heraus hat sich auch das Künstlernetzwerk
 link-externwww.derroteteppich.de gebildet und der Verein

Lebensmittel e.V. 

        Beides erweiterte Formen, welche mich bei der Bildungsarbeit
        unterstützen. Das vorliegende Angebot kann auf Anfrage durch vielfältige
        Werkzeuge,  wie durch Tanz, Theater, Film, Musik etc. erweitert werden.

        "Angestoßen durch die eigene Lebensgeschichte (1976 Flucht aus der DDR) stellt sich
        die Künstlerin als Zeichnerin der Prozessgeschichte, um das Geschehen zu bezeugen
        und zu dokumentieren. Mit Ihren ganz spezifischen künstlerischen Mitteln beschreibt sie
        die zum Teil kuriosen und absurden Szenen auf den Haupt- und Nebenschauplätzen im
        Gerichtssaal und davor.

        Dadurch inspiriert besuchte sie als Prozessbeobachterin auch weitere Bühnen der
        Zeitgeschichte, wie Berliner Abgeordnetenhaus, Enquetekommission zur Aufarbeitung
        der DDR Geschichte, Dopingprozesse und verschiedene Theaterinszenierungen und
        hielt ihre Beobachtungen in den Werkbüchern fest.


         

Durch die Verwobenheit der persönlichen Geschichte in den zeitgeschichtlichen Auseinandersetzungen gewinnt die Dokumentation eine eigene Dimension
und wird so zu einem eigenständigen Zeitzeugnis."

Christoph Grothe Kunsthändler, Berlin


Zeichnungen und Malereien aus Konferenzen, Vorträgen, Symposien und
Theaterstücken, wie KUNST und andere Massentierhaltungen finden Sie in der Galerie!

Zeichnung: Marina Prüfer_besonderheit
Zeichnung: Marina Prüfer_erklaerung
Zeichnung: Marina Prüfer_verlesung
Zeichnung: Marina Prüfer_ra_koenig
Zeichnung: Marina Prüfer_prozessbeteiligte
Marina Prüfer

Marina Prüfer
Multimedial arbeitende Künstlerin
und Systemischer Coach

Marina Prüfer ~ GalerieWerkstatt | Belziger Straße 1 / Hof | 10823 Berlin | Telefon: 0302167597  |  URL: marinapruefer.com
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Diese Seite wurde für Sie aktualisiert am: Montag, 2. Dezember 2019

 

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